Solist

Akkordeon, Harmonika & Jazzpiano

Akkordeon

Sowohl auf der Bühne, als auch im Unterricht – das Akkordeon ist mein Hauptinstrument und meine Leidenschaft.

Eine großartige Eigenschaft des Musizierens mit dem Akkordeon ist, dass man seine musikalische Neugier auf so vielfältige Weise ausleben kann. Es ist fast schon ein Muss, ständig etwas Neues zu entwickeln, sei es ein neues Arrangement oder eine neue Komposition zu schreiben oder sich in neuen Besetzungen zusammen zu finden und den Klang des Akkordeons zu integrieren. Es ist immer wieder aufregend, spannend und lehrreich zugleich!

Mit dem Akkordeon musiziere ich in vielen verschiedenen Stilrichtungen und Formationen – von Klassik, über Jazz bishin zur zeitgenössischen Musik.

Es ist garnicht so ungewöhnlich, sich mit verschiedensten Musikrichtungen auseinanderzusetzen. Für mich ist es wichtig, die verschiedenen Wege zur Musik immer wieder neu zu gestalten, denn man entdeckt immer wieder eine neue Seite, die man noch nicht wahrgenommen hat. In der Vielzahl der Stile liegt ein großer Vorteil, man kann sie immer wieder miteinander verbinden, so dass sie sich gegenseitig beeinflussen und neue Ideen entstehen.

Auch solistisch bin ich mit dem Akkordeon unterwegs.

Es ist zwar unglaublich spannend, in Kombination mit anderen Instrumenten zu spielen. Dennoch ist das Akkordeon ja schon ein Konzertinstrument für sich, man sagt ja nicht ohne Grund, dass es ein kleines Orchester ist. Das Akkordeon spielt in der Wahrnehmung des Konzertpublikums und der Veranstalter eine immer ernstzunehmendere Rolle. Es entsteht eigenständige, originale Literatur, genauso eigenständig sind aber zum Beispiel auch Interpretationen von barocken Werken.

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Harmonika

Die Steirische Harmonika ist neben dem Akkordeon mein zweites Hauptinstrument. Obwohl es vom spieltechnischen Aspekt her ähnlich ist wie das Knopfakkordeon, besitzt dieses Instrument durch das wechseltönige Prinzip in Verbindung mit den besonderen klanglichen Eigenschaften der Diskantseite und der Helikonbässe eine eigene Literatur und ist genauso eigenständig wie das Akkordeon selbst.

Das Besondere beim Musizieren mit der Harmonika ist, dass man aufgrund der Limitierung des Tonvorrats ganz andere Voraussetzungen beim Arrangieren hat. Man kann nicht einfach so etwas übernehmen oder übertragen, oft muss man es den Umständen anpassen, so dass die klanglichen Möglichkeiten der Harmonika vorteilhaft genutzt werden können. Gleichzeitig eröffnet die Wechseltönigkeit ganz andere Anordnungen von Tönen, daraus entstehen die charakteristischen Melodien, Motive und harmonischen Verläufe – und daraus die bekannte Literatur des Instruments.

Im Vordergrund stand in den letzten Jahren die Weiterentwicklung der Literatur des Instruments. Zusammen mit Hubert Klausner, dem bekannten Harmonikapionier aus dem Zillertal (Zillertal Noten), entstehen regelmäßig neue Arrangements und Kompositionen, die auf bautechnische Neuerungen eingehen und auf der Harmonika chromatisches Spielen ermöglichen.

Ich kenne kaum ein Instrument, bei dem noch so grundlegende bautechnische Entwicklungen stattfinden. Es ist spannend, bei diesem Prozess mitzuwirken und ihn mitzugestalten. Hubert und ich waren nicht die ersten, die Halbtöne und chromatisches Spielen auf der Harmonika eingesetzt haben, diese Entwicklung gab es schon lange vorher. Aber wir haben dieses Prinzip bis heute konsequent genutzt und weiterentwickelt. Dabei enstand eine neue und vielseitige Literatur, die im Zillertal Noten-Verlag veröffentlicht wurde.

Mittlerweile hat sich aber auch, neben den bautechnischen Erweiterungen, die traditionelle Musik der Harmonika gewandelt, siehe Herbert Pixner und andere.

Obwohl die Harmonika in meiner Heimatregion nicht ganz so verbreitet ist wie im alpenländischen Raum, fühle ich mich mit dieser Musik sehr verbunden. Es macht einfach Spaß, sich mit der traditionelleren Musik zu beschäftigen, die auch ohne die Halbtöne sehr modern klingt. Nicht nur die Verbindung mit anderen Instrumenten ermöglicht diese moderne Klangfarbe, schon die Motive und Themen sind ganz anders gestaltet.

Im Moment bin ich dabei, neue Stücke für verschiedene Besetzungen zu schreiben. Diese werden dann in Kürze live und als Aufnahme zu hören sein.

Jazzklavier

Im Vordergrund stand bei mir in letzter Zeit vor allem das Klavier. Sowohl solistisch, als auch in diversen Bandformationen spiele ich Jazz- und Popularmusik.

Genauso wie beim Akkordeon und der Harmonika steht bei mir auch in der Interpretation von Jazz- und Popmusik das selbständige Arrangieren im Vordergrund. Mir ist es wichtig, die Musik zu verstehen und eine eigene Interpretationen aufzuführen. Ich beschäftige mich eigentlich schon seit meiner Jugend mit Jazzmusik, aber erst in den letzten Jahren bedingt durch das Studium intensiver, wo mir diese Welt erst richtig eröffnet wurde. Die Ähnlichkeit zum Akkordeon besteht darin, dass das Klavier auch in der Jazzmusik quasi der harmonische Zusammenhalt ist. Das macht die Übertragung und das Wechseln der Instrumente leichter, obwohl Akkordeon und Klavier sonst nicht viel gemeinsam haben.

Das Musizieren in verschiedenen Bands und Gruppen bietet aber neben der Erweiterung des musikalischen Repertoires und Tätigkeitsfeldes auch in der Bandarbeit an sich schon ganz neue Lernfelder.

Wenn man als Gruppe längerfristig zusammen Musik machen möchte, muss man Mittel und Wege finden, die Ideen und Wünsche aller Musiker zu vereinen und etwas Produktives und Interessantes daraus zu erschaffen. Die Arbeit in einer Band unterscheidet sich deshalb grundlegend von der solistischen Arbeit. Mit der Zeit findet man das richtige Verhältnis aus Vorbereitung, Improvisation und Kreativität. Die Vereinigung von Jazz, Pop- und Weltmusik ist dafür der ideale Nährboden, man kann sich frei in allen Stilrichtungen bewegen und lernt immer etwas neues, spannendes kennen.

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